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01.02.10 16:17 Alter: 219 Tage

Two Magics

Rubrik: Interviews

 

Two Magic´s besteht ja zum einen aus Doc.Tor_ben & zum anderen aus Funky_Beat. Wie seid ihr auf die Idee gekommen was Gemeinsames zu machen?

 

Wir haben uns 2003 im Housefloor Lebusa kennen gelernt. Seit dem kreuzten sich unsere Wege immer wieder und nach vielen gemeinsamen Projekten als Djays und Veranstalter, stellten wir fest: jeder für sich konnte die Partypeople zwar rocken, doch zusammen können wir sie verzaubern. J

 

 

Was ist eigentlich damals aus dem Housefloor in Lebusa geworden?

 

Funky: Tja,… wir hatten eine echt schöne Zeit in dem Laden, doch leider ist einiges schief gelaufen. Wir mussten die letzten Veranstaltungen mehrmals aus verschiedenen Gründen verschieben, es gab Streitigkeiten zwischen Vermieter und Veranstalter, die Veranstalter untereinander gingen getrennte Wege und irgendwie war auch die Luft aus dem Club raus. Außerdem kam dazu, dass uns das Amt immer mehr Auflagen verpasst hat und sich die Anwohner vermehrt beschwerten. Ich denke wir haben genau zum richtigen Zeitpunkt geschlossen. Wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören. Es wird heute noch ab und an über die „Lebusa-Parties“ geredet und ich erinnere mich auch noch gern daran zurück.

 

 

Warum versteckt ihr eure Gesichter beim auflegen?

 

Verstecken ist hier vielleicht das falsche Wort. Wir verstecken unsere Gesichter nicht, wir heben sie hervor. Auf diese Art und Weise können wir die Leute noch besser unterhalten und abgestimmt mit unseren Kostümen ergibt sich so ein harmonisches Gesamtbild, welches unsere Musik positiv unterstreicht.

 

 

Sind das Masken die ihr bei euren Gigs tragt oder schminkt ihr euch jedes Mal in mühevoller Kleinarbeit?

 

Unsere Freundin, Bookerin & Stylistin Katja ist bei jedem Auftritt dabei

und gestaltet unsere Gesichter vor jeder Show individuell.

In wie fern verbindet ihr die Magie und das auflegen?

 

Wenn man die richtige Musik auswählt und die Leute sich mitreißen lassen, entsteht immer eine besondere Magie auf dem Dancefloor. Das werden mit Sicherheit auch viele Dj-Kollegen bestätigen. Genau mit dieser Magie wollen wir die Partypeople in unseren Bann ziehen, um eine besondere Publikumsnähe zu erzeugen. Außerdem hat das Djing mit Vinyl grundsätzlich etwas Magisches!

 

 

 

Die Liste eurer Auftritte 2010 ist jetzt schon sehr lang. Wie kommt das? Two Magic´s gibt es noch nicht allzu lange, oder?

 

Da wir als Solo-Djays bereits weit reichend gebucht sind, unsere Agentur sehr gute Arbeit leistet und die ersten Auftritte super Erfolge waren, konnten wir bereits für 2010 zahlreiche Folgebookings verzeichnen. Als Two Magic´s agieren wir seit September 2009. Die Idee dazu entstand Ende August in einer lauen Sommernacht bei einem warmen Bier zur Afterhour von der Nightworker Houseboat Party. J

 

 

Und was war der Hauptauslöser für die Zusammenarbeit?

 

Funky: Ich denke mal, aus der lustigen Idee zur Afterhour ist ein ernsthaftes Projekt entstanden. Torben und ich sind seit vielen Jahren Partner bei Veranstaltungsprojekten, Dj-Kollegen und vor allem Freunde. Wir verstehen uns privat einfach super. Der Hauptauslöser war ganz einfach die gemeinsame Idee etwas anderes, neues, verrücktes, doch vor allem besonderes zu machen.

 

Torben: Nachdem ich das erste Mal mit Funky ein dreistündiges Ping-Pong-Set auf dem Houseboot gestaltete, merkte ich, er ist gleichermaßen so verrückt wie ich. Zum einen schmeißen wir uns beide gern in freakige Outfits, zum anderen passte eine Platte auf die andere, wie die Hand auf den Arsch. Das war für mich der Hauptauslöser für dieses Projekt. Es hat einfach alles gepasst!

 

 

Am 27.02.10 seid ihr auch zu Gast beim 10Y BRB Allstars Tourstop bei Snow Wars in Neiden. Was können wir dort von euch erwarten?

 

Vorfreude ist die schönste Freude! Wir wollen noch nicht zuviel verraten, auf

jeden Fall haben wir eine extra Portion Live-Percussions und einige eigene neue Songs in den Potaschen. –zackig knackig -

Wer hat sich euer Logo einfallen lassen?

 

Das Logo hat unsere Agentur „BEATagency.de“ entworfen, welche neben dem Artist-Booking auch als Werbe- und Eventagentur tätig ist.

 

 

Ihr arbeitet unter anderem mit einem Saxophonisten zusammen. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

 

Torben: Mit Niklas, meinem alten schwedischen Freund, spiele ich schon seit 1999 und jetzt war es nur nahe liegend ein so individuell einsetzbares Instrument wie das Saxophon gelegentlich mit einzubauen. Da Niklas on Sax mittlerweile ein renommierter Künstler ist und mit Djays und Producer wie: Ellen Alien, Cari Lekebusch, Dr. Alban, Mijk van Dijk, Jesper Dahlbäck uvm. zusammen arbeitete, ist er für uns eine große Bereicherung.

 

 

In wie fern wirkt Niklas bei eurer Produktion mit? Gibt es da einen Zusammenhang oder spielt ihr nur live zusammen?

 

Torben: Bis zum heutigen Tage spielten wir nur live zusammen. Es sind zwar ein paar Produktionen von mir bei Niklas gelandet aber bisher hat er noch nicht die Zeit gefunden sich intensiv damit zu beschäftigen. Es wird auf jeden Fall eine Veröffentlichung mit Niklas zusammen geben, auf ein genaues Datum wollen wir uns aber noch nicht festlegen.

 

 

In letzter Zeit kommen klassische Instrumente bei elektronischer Musik in den Trend. Wie seht ihr das? Wenn man sich den „Dritten Raum“ anhört fällt das sehr auf. Was sagt ihr dazu?

 

Ja, „Swing Bob“, eine sehr schöne Scheibe! Allgemein finden wir es gut, wenn mit Instrumenten jeglicher Art produziert wird. Wir selbst arbeiten mit Geige, Gitarre, Saxophon, Percussions und Klavier im Producement und malen so unsere elektronischen Sounds aus.

 

 

Wie unterscheidet sich euer Sound als Two Magic´s von dem, wenn ihr einzeln spielt? Gibt es einen Unterschied?

 

Funky: Natürlich gibt es einen Unterschied. Zwischen uns liegen 10 Jahre Altersunterschied, damit prallen Erfahrung und junge Dynamik aufeinander. Wir haben beide unterschiedliche Einflüsse, teilweise überschneiden diese sich auch. Ich bin der typische Discohouser mit Rock-, Gitarren- und Pianoeinflüssen. Torben ist eher der Latino-Swing-Balkan-Freak. Doch wenn es heißt Two Magic´s ist SmashingRockyFunkyDiscoLatinBreakDubPopHouseSound angesagt.

 

 

Eine sehr lange Genre-Bezeichnung!

 

Es ist nicht einfach nur Electro-House oder Minimal-Disco oder Chicago-House oder, oder, oder… . Es ist halt ein ziemlich derber Mix aus vielen Genres, der smasht und rockt und grooved eben… .  J

Diese Genre-Bezeichnung könnte noch viel länger sein, sie beinhaltet nur unsere bevorzugten Musikstile!

 

 

Gibt es eigentlich noch neue Disco-House-Produktionen? Mir schien dieses Genre als ausgestorben. Ist da was dran?

 

Funky: Ausgestorben…??? Ja es macht manchmal vielleicht den Eindruck, doch hin und wieder gibt es Lichtblicke. Ich würde sagen „guter“ Disco-House ist sehr rar geworden aber nicht ausgestorben. Der gute Armand van Helden & A-Trak haben erst wieder mit „anyway“ einen richtigen „Disco-Kracher“ gebracht, auf Disco Dice und The Disco Boys ist auch immer noch verlass. Ich persönlich favorisiere die alten Klassiker und sammle lieber Platten wie z.B. Cassius, Black Label, Verlust Rec. oder Giant Wheel. Neue gute Produktionen gibt es wirklich nur von Speziellen Künstlern und von The Nightworker. J

 

 

Wo findet man einen Unterschied zwischen Funky_Beat & Doc.Tor_ben als Doppel zu Two Magic´s?

 

Funky_Beat und Doc.Tor_ben im Doppel, sind einfach zwei lustige House Djays, die auch im Ping-Pong-Set Ihrem „Solo-Style“ treu bleiben. Two Magic´s jedoch ist ein Showact, bei dem wir viele eigene Produktionen einbinden, mit live Instrumenten arbeiten und ein breiteres Band der elektronischen Musik darbieten.

 

 

Wird es in absehbarer Zeit auch eigene Tracks von euch geben wie von „The Nightworker“?

 

Funky: The Nightworker ist ja ein Projekt von N.Kalispera und Doc.Tor_ben. In Folge dieser Zusammenarbeit entschied sich der Doc beim Label Vi två Rec. / Enter Rec. einzusteigen und gründete das House Label V2 Nightworker Records. Klingt erstmal ziemlich kompliziert, ist aber ganz einfach – es handelt sich um ein und dieselbe Community, welche für jedes Genre ein Label hat. Diese Grundlage werden wir natürlich in Zukunft auch für Two Magic´s nutzen. Unser erster Song „Music is Magic“ ist fast fertig und für ein Vinyl-Release im Mai 2010 geplant.

Da steckt doch eine ganze Menge an Arbeit hinter bei dem Release einer Platte oder?

 

Torben: Arbeit ist eigentlich nur die Organisation, Legalisierung und Vermarktung. Das Produzieren selbst ist ein Spaß seines Gleichen. Ich persönlich spiele leidenschaftlich gerne Gitarre und singe dazu. Die Ideen, die dabei entstehen, notiere ich mir und produziere sie später in meinem kleinen Studio aus. Da ich meine Gitarre immer mitschleppe, kann ich auf diese Art und Weise überall meine Gefühle in Musik umwandeln und es geht mir auch keine Idee verloren.

 

 

Wenn man euch buchen will, kann man sich an wen wenden?

 

An unsere Bookingagentur: www.beatagency.de

 

 

Warum setzt ihr noch auf das gute alte Vinyl? Sind die Zeiten nicht längst vorbei?

 

„Vinyl never dies“ – Diese Zeit wird nie vorbei gehen! Mit Schallplatten auflegen ist die klassische Art und Weise unsere Musik zu präsentieren. Die Musik ist direkt greifbar, der Sound ist wärmer und dies überträgt sich auf uns und das Publikum. Leider ist es nicht möglich jeden eigenen Track auf Vinyl zu pressen, deshalb greifen wir nur in diesen Fällen auf die Variante digital zurück. -Platten lebt man-

 

 

Aber es kommen schon manche Releases nur noch als MP3 oder CD auf den Markt! Wie seht ihr das?

 

Funky: Das ist echt schade, wenn es sich um gute Musik handelt. Ich habe bisher eine einzige Cd gekauft und das wird es auch gewesen sein. Ich gebe mein Geld ausschließlich für Vinyl und Equipment aus. Es macht soviel Mühe und Arbeit eine eigene Schallplatte auf den Markt zu bringen und die Fahne hoch zuhalten, dass ich es nicht unterstützen kann mp3’s oder Cd’s zu kaufen.

 

Torben: Gutes Vinyl ist seit weit über 40 Jahren bewehrt. Wenn ich mir eine Schallplatte von 1971 auf den Plattenteller lege, kann ich sinngemäß „fühlen“, was die Musiker damals in diesen Rillen hinterlassen haben. Eine gut behandelte Schallplatte behält ihre Qualität und führt einen persönlichen ideellen Wert mit sich. Beim Kauf einer Schallplatte höre ich mir die Musik sehr intensiv an und achte auf viel mehr Details. Mp3’s jedoch kann man löschen, Cd’s sind hochempfindlich und zerkratzen schnell. Die Musik ist durch diese Medien so günstig geworden, dass sie beim Hörer nicht mehr den gleichen Stellenwert besitzt.

 

 

Neulich hab ich bei MySpace ein lustiges Video von „The Nightworker“ gesehen zu einem eigenen Track. Wie kommt man denn auf die Idee ein eigenes Video zu produzieren?

 

Torben: Ziel war es andere Hörer für diese Musik zu interessieren, darzustellen wer wir sind und wie wir unsere Musik leben. Weil uns die Dreharbeiten zur „Kopf Ab EP.“ so viel Spaß machten, haben wir bereits das zweite Video zur dritten Release „Stuff EP.“ (Labelcode V2N003) im Kasten. Beides ist am 8.01.2010 zur Record Release Party auf die Welt losgelassen worden.

 

 

„Immer Disco“ und beste Grüße an alle Nightworker, den P-Club, alle Ungesuessten und unsere Freunde!